• Kopflastig. Der Podcast über Musik, Lernen & das Leben Podcast

    173. Vom Prog-Metal zur Konzertgitarre: Markus Steffen (Subsignal) über sein Album „La Tristeza Del Mar“

    Episode

    Mein Gast heute ist Markus Steffen: Mitgründer der Prog-Metal-Pioniere Sieges Even, Gitarrist und Songwriter von Subsignal, klassischer Gitarrist, Lehrbuch-Autor und aktuell mein eigener Gitarrenlehrer. Anlass ist sein neues Konzertgitarren-Album „La Tristeza Del Mar“, eingespielt auf sechssaitiger Konzertgitarre und elfsaitiger Altgitarre.

    Wir sprechen darüber, wie so ein Album entsteht: vom Manuskript-Stapel aus der Corona-Zeit über die Konzeptfindung bis zur Aufnahme, bei der die Tagesform mitentscheidet. Markus erklärt, wie er mit Bildern, Titeln und Erinnerungen komponiert, warum viele Stücke Gedenkstücke für Verstorbene sind und wieso man Bach spielen sollte, wenn man Komposition verstehen will.

    Dann reisen wir zurück: Angus Young im Starschnitt, die erste SG-Kopie, die Kellerband mit dem besten Freund, tägliche Proben mit Sieges Even, Demotapes auf dem Tascam-4-Spur, Tape-Trading und Fanzines, bis 1988 der erste Plattenvertrag kam, da war Markus 19. Und wir klären, warum er trotz Metal-Karriere der Konzertgitarre verfiel, was Julian Bream damit zu tun hat, warum Unterrichten ihn zum besseren Musiker gemacht hat und wie er nach über 40 Jahren im Musikgeschäft auf früher und heute blickt.

    Eure Fragen an: kopflastigpodcast@gmail.com

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    172. Richtig üben: Was Deliberate Practice wirklich bedeutet | Interview mit Prof. Dr. Andreas C. Lehmann

    Episode

    Heute wird es wissenschaftlich fundiert! Mein Gast ist Prof. Dr. Andreas C. Lehmann, Professor für Systematische Musikwissenschaft und Musikpsychologie an der Hochschule für Musik Würzburg. Er war Postdoc bei Anders Ericsson, dem Forscher hinter dem Konzept „Deliberate Practice“, das durch die berühmte 10.000-Stunden-Regel um die Welt ging.

    Wir klären, was bewusstes Üben wirklich bedeutet und warum Rumjammen nicht dazugehört, wie viele Stunden konzentriertes Üben pro Tag überhaupt möglich sind und was von den Geschichten über 12-Stunden-Übetage zu halten ist. Lehmann erklärt das Herzstück seiner Forschung, die mentalen Repräsentationen: Warum Anfänger glauben, lauter zu spielen, es aber nicht tun, was der Halbtempo-Test über dein Können verrät und warum die Motorik bei Anfängern fast die ganze Aufmerksamkeit auffrisst.

    Außerdem: Wie er durch puren Zufall bei Ericsson landete, warum Mozart, Rubinstein und Michael Jackson beim Üben ständig beaufsichtigt wurden, wieso Jazzer anders üben müssen als Klassiker, das geniale Weihnachtsmann-Beispiel eines Geigenlehrers und die große Frage: Gibt es Talent überhaupt? Seine Antwort im Ericsson-Stil: „What’s the evidence?“

    Kapitel:
    00:00 Begrüßung: Prof. Dr. Andreas C. Lehmann
    01:50 Erste Berührungspunkte mit Musik und Solfège
    04:40 Purer Zufall: Wie er Postdoc bei Anders Ericsson wurde
    07:45 Was ist Deliberate Practice wirklich?
    13:35 Raus aus der Komfortzone: Mentale Repräsentationen
    17:20 Warum Anfänger sich nicht zuhören können (die Pizza-Regel)
    20:05 Wie viele Stunden Üben pro Tag sind möglich?
    22:05 10 Stunden am Tag üben: Mythos oder Realität?
    24:30 Schumann, Mozart und die Wunderkinder: Die Rolle der Umgebung
    29:30 So läuft Unterricht an der Musikhochschule
    31:25 Die optimale Lehrsituation: Meister und Schüler
    33:15 Deliberate Practice in anderen Domänen: Schach, Jazz, BMX
    42:05 Von Liszt bis Malmsteen: Wie sich Virtuosität entwickelt
    46:00 Übe-Mythen und Halbwissen: Was stimmt wirklich?
    48:20 Guter Spieler, schlechter Lehrer? Das Weihnachtsmann-Beispiel
    52:15 Die große Frage: Gibt es Talent?
    57:05 Das Labyrinth-Bild: Sein eigener Lehrer werden
    1:00:35 Die Traditionsfrage von Dr. Gerard Madden
    1:02:50 Verabschiedung

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    171. How You Should Feel When You Practice | Interview with Music Researcher Gerard Madden (PhD)

    Episode

    My first interview in English! My guest is Dr. Gerard Madden from the Institute of Musicians‘ Medicine at the Dresden University of Music. Gerard is a classically trained guitarist from Ireland, a bass player, fencing instructor and psychologist, and he even appeared as an extra in eight fight scenes of Game of Thrones.

    His research topic is a big one: emotion regulation in music practice. How do musicians want to feel while practicing, and how should they feel to actually get better? The surprising answer: it’s not about feeling good, it’s about feeling the way the task in front of you requires. We talk about why musicians with high technical goals are willing to accept anxiety, whether frustration helps or hurts your learning, what I should do about my frustrated teenage student, and why a short self-reflection after every practice session is one of the most powerful tools there is.

    Also in this episode: what a researcher’s workday actually looks like, why wind instruments are a hygiene issue, delayed gratification instead of social media, and the traditional question from our previous guest.

    Hinweis für meine deutschen Hörer: Dieses Interview war nur auf Englisch möglich. Probiert gern die automatische Übersetzung von YouTube aus. Die wichtigsten Erkenntnisse gibt es außerdem als deutsches PDF auf Patreon.

    Chapters:
    00:00 Welcome: My first interview in English
    00:20 Were you really in Game of Thrones?
    01:28 From classical guitar to fencing to psychology
    09:42 The Institute of Musicians‘ Medicine in Dresden
    10:54 What does a researcher actually do all day?
    14:39 Where do research questions come from?
    19:20 Mold and bacteria: hygiene in wind instruments
    21:09 The big study: emotion regulation in music practice
    25:01 Hedonic vs. instrumental: how do you want to feel?
    28:57 Mastery: why ambitious musicians accept anxiety
    31:33 Is frustration good or bad for learning?
    35:42 Does practice have to be fun for kids?
    38:31 My frustrated teenage student: what should I do?
    42:57 What surprised you in the data?
    45:18 Dream research: hands, skin and blisters
    48:40 Your most important tip from all the research
    50:53 Delayed gratification instead of social media
    53:11 Does a researcher hear music differently?
    54:45 The traditional question: what does music mean to you?
    56:52 Goodbye

    Send me your questions: kopflastigpodcast@gmail.com

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    170. Kann man Akkorde als Farben hören? | Q&A über visuelles Lernen, Blues für Anfänger und Notenlesen

    Episode

    Heute beantworte ich eure E-Mails, und die haben es in sich!

    Marco aus Wesel hat sich Lernhilfen gebaut, die Akkorden Farben und Emotionen zuordnen. Ich erzähle, warum Steve Vai und mein alter Gitarrenlehrer genau das auch machen, was echte Synästhesie von antrainierten Farbzuordnungen unterscheidet, ob man sich ein absolutes Gehör als Erwachsener antrainieren kann und warum du dir jedes Konzept auf mehreren Wegen einprägen solltest.

    Ben aus Hamburg (39, spielt seit fünf Monaten) hängt im Buch „Blues You Can Use“ fest und fragt, ob es zu schwer ist. Meine ehrliche Antwort: Ja, für den Anfang ist das viel. Ich erkläre, wie du solche Stücke in Einzelteile zerlegst, in welcher Reihenfolge du Blues wirklich lernen solltest und warum weniger Übe-Themen mit mehr Konzentration oft schneller zum Ziel führen.

    Und Dieter, Schlagzeuglehrer aus Ostwestfalen, hat mir eine lange Mail mit Wünschen für den Podcast geschrieben. Daraus wird ein Ritt durch viele Themen: warum der Monolog für mich eine Form des Denkens ist, meine Informationsdiät gegen die Reizüberflutung, warum ich Wissenschaftler einlade, obwohl es „nichts über die Erfahrung von Musikern geht“, wie ich mit Trollen umgehe, Achtsamkeit beim Üben, warum Notenlesen auf der Gitarre so schwer ist und weshalb ihr von mir keine Equipment-Videos sehen werdet.

    Kapitel:
    00:00 Intro
    00:50 Marco: Akkorde als Farben, Bilder und Tastenmuster lernen?
    23:05 Ben: Ist „Blues You Can Use“ zu schwer für Anfänger?
    33:15 Besser üben: weniger Themen, mehr Konzentration
    39:40 Dieter: Monolog oder mehr Gäste? Informationsflut und Denkzeit
    51:20 Musiker-Erfahrung oder Wissenschaft?
    58:30 Wie ich mit Hass-Kommentaren umgehe
    1:02:20 Achtsamkeit beim Üben
    1:04:30 Notenlesen auf der Gitarre
    1:09:30 Warum ich keine Equipment-Videos mache
    1:15:00 Verabschiedung

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    169. Was denken Musiker beim Improvisieren? | Q&A über Schlager, Anerkennung & Veränderung

    Episode

    Zurück aus dem Urlaub und direkt rein in eure Fragen! In dieser Folge beantworte ich drei Zuschriften, die es in sich haben.

    Woher weiß ein Musiker beim Improvisieren, welche Töne er über welche Akkorde spielen kann? Ich erkläre, warum es darauf keine einfache Antwort gibt, was Licks, Gehörbildung und Intuition damit zu tun haben und warum das eigentliche Denken beim Üben stattfinden sollte, nicht auf der Bühne.

    Außerdem geht es um Veränderung: Warum kommen manche Menschen leicht damit klar, während sie andere schmerzt? Ich erzähle, wie Corona mein ganzes Geschäftsmodell umgekrempelt hat, wie es nach Vitalis Ausstieg mit dem Podcast weitergeht und welche zwei hochkarätigen Forscher demnächst zu Gast sind.

    Ein Hörer fragt, wie man damit umgeht, dass immer nur der Frontmann wahrgenommen wird, obwohl die Band mehr kann als er. Meine Antwort führt über die Philosophie von Alfred Adler und den Buchtipp „Du musst nicht von allen gemocht werden“ zu der Frage: Warum brauchen wir überhaupt Anerkennung von anderen?

    Und zum Schluss: Warum spielen auf Stadtfesten so oft Schlagerbands? Warum fahren Leute auf Malle-Mucke ab? Und wann beende ich eigentlich den Unterricht, wenn Schüler nicht üben? (Spoiler: fast nie, und wenn ein Schüler etwas nicht versteht, ist das zu 100 Prozent mein Versagen.)

    Kapitel / Zeitstempel:
    00:00 Intro und Urlaubs-Update
    00:56 Woher weiß ein Musiker, was er beim Improvisieren spielt?
    13:54 Zieht sich Vitali komplett zurück?
    17:24 Warum fällt Veränderung so schwer?
    27:24 Nur der Frontmann wird gesehen: Umgang mit fehlender Anerkennung
    34:23 Buchtipp: „Du musst nicht von allen gemocht werden“ (Alfred Adler)
    46:24 Warum läuft auf Stadtfesten Schlager? Und warum lieben Leute Malle-Mucke?
    1:05:06 Wann beende ich den Unterricht, wenn Schüler nicht üben?
    1:07:16 Verabschiedung

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173. Vom Prog-Metal zur Konzertgitarre: Markus Steffen (Subsignal) über sein Album "La Tristeza Del Mar" Kopflastig. Der Podcast über Musik, Lernen & das Leben

Mein Gast heute ist Markus Steffen: Mitgründer der Prog-Metal-Pioniere Sieges Even, Gitarrist und Songwriter von Subsignal, klassischer Gitarrist, Lehrbuch-Autor und aktuell mein eigener Gitarrenlehrer. Anlass ist sein neues Konzertgitarren-Album "La Tristeza Del Mar", eingespielt auf sechssaitiger Konzertgitarre und elfsaitiger Altgitarre. Wir sprechen darüber, wie so ein Album entsteht: vom Manuskript-Stapel aus der Corona-Zeit über die Konzeptfindung bis zur Aufnahme, bei der die Tagesform mitentscheidet. Markus erklärt, wie er mit Bildern, Titeln und Erinnerungen komponiert, warum viele Stücke Gedenkstücke für Verstorbene sind und wieso man Bach spielen sollte, wenn man Komposition verstehen will. Dann reisen wir zurück: Angus Young im Starschnitt, die erste SG-Kopie, die Kellerband mit dem besten Freund, tägliche Proben mit Sieges Even, Demotapes auf dem Tascam-4-Spur, Tape-Trading und Fanzines, bis 1988 der erste Plattenvertrag kam, da war Markus 19. Und wir klären, warum er trotz Metal-Karriere der Konzertgitarre verfiel, was Julian Bream damit zu tun hat, warum Unterrichten ihn zum besseren Musiker gemacht hat und wie er nach über 40 Jahren im Musikgeschäft auf früher und heute blickt. Eure Fragen an: kopflastigpodcast@gmail.com Unterstützt den Podcast auf Patreon, dort gibt es zu jeder Folge die Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse als PDF: https://www.patreon.com/sebastianbluschke Oder kostenlos: Abo, Like und eine 5-Sterne-Bewertung bei iTunes und Spotify helfen mir sehr. Danke!
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  2. 172. Richtig üben: Was Deliberate Practice wirklich bedeutet | Interview mit Prof. Dr. Andreas C. Lehmann
  3. 171. How You Should Feel When You Practice | Interview with Music Researcher Gerard Madden (PhD)
  4. 170. Kann man Akkorde als Farben hören? | Q&A über visuelles Lernen, Blues für Anfänger und Notenlesen
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Hallo!

Willkommen bei Kopflastig: Dem Podcast rund um die Musik mit Vitali Petrovic und Sebastian Bluschke.

Vitali Petrovic – geboren in Kirgistan, aufgewachsen im Münsterland – spielt seit dem 16. Lebensjahr Bass. Schnell war die Begeisterung für dieses Instrument geweckt, sodass er sich nach dem Abitur entscheid, Musik in den Niederlanden an der ArtEZ zu studieren. Während der Studienzeit hatte er die Möglichkeit, sich intensiv mit Musik und insbesondere dem E-Bass zu beschäftigen, sowie viel Erfahrung im Live- und Studiobereich sammeln. 2008 hat er das Studium mit „Bachelor of Arts“ abgeschlossen. Seitdem ist er als Gitarren- und Basslehrer an verschieden Musikschulen tätig. YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/channel/UC3QAsD_CKLJzkgb60QUr7Gw

Sebastian Bluschke hat in der fünften Klasse mit dem Gitarre spielen angefangen und lebt seitdem ein Leben mit und für die Musik. Er studierte Musikwissenschaft und arbeitet seit 2012 als freischaffender Musiker in verschiedenen Bands. Seit 2020 hat er einen YouTube-Kanal zum Thema Gitarre lernen, der sich schnell großer Beliebtheit freute und seitdem kontinuierlich wächst. Für mehr Informationen und Anfragen für Workshops, Unterricht oder Gastbeiträge besuche Sebastian auf seiner Website: https://www.sebastianbluschke.de/